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Google und Facebook launchen eigenen Dienst zum Kürzen langer URLs

Christian Faller  15. Dezember 2009  1 Kommentar  2 Minuten zu lesen  Internet / Socialweb allgemein

Von Daniel Seeger

Jetzt geht es bit.ly an den Kragen. Könnte man meinen. Noch werden mit dem Marktführer unter den URL shortenern 75% aller URLs verkürzt –  im letzten Monat waren dies schon mehr als 2 Millarden Links.

Allein auf Twitter.

Die bisherige erste Wahl für viele Nutzer von Social-Media Anwendungen und Blogging-Diensten wird sich aber schon bald warm anziehen müssen. Und das gewaltig. Denn bei den neuen Konkurrenten handelt es sich um nicht weniger als die Branchenriesen Google und Facebook. Diese launchten nun ihren eigenen Dienst, der ebenfalls in der Lage ist, lange Internetadressen in kurze Zeichen-Kürzel umzuwandeln.

Allerdings ist goo.gl – so der Name des neuen Dienstes aus Mountain View – bisher nur über die eigene Toolbar und das inzwischen von Google geschluckte Blog Management Tool Feedburner zu erreichen. Und auch Facebook’s Lösung fb.me scheint bisher noch nicht für die breite Masse bestimmt und ist zunächst lediglich für die Anwendung auf mobilen Endgeräten gedacht. Ob und wann der Dienst auf die gesamte Plattform ausgeweitet wird, bleibt noch offen. Also Galgenfrist für bit.ly.

Doch bit.ly hat noch einiges in der Schublade. Die erste Reaktion kam schon unmittelbar nach dem Bekanntwerden der Pläne von Google und Facebook. Die Betawork Studios  – bei der Entwicklung von bit.ly beteiligt – kündigten schon kurz darauf einen neuen Service an. Schon bald soll es Websites möglich sein, über die bit.ly Plattform eigene spezifische URLs zu erstellen.

Ist also etwas dran an den Pländen der bit.ly-Macher, sollen zahlende Partner wie z.B. Nachrichtenseiten in Zukunft eigene, gebrandete und somit eindeutigere URLs generieren können um diese dann einfacher zu sharen.

Ein minimaler Vorteil für den Platzhirsch. Doch das wird Facebook nicht auf sich sitzen lassen. Und Google schon gar nicht.

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Christian Faller

Christian Faller ist Geschäftsführer bei deepr, einer Stuttgarter Werbeagentur und leitet den Digitalbereich bei Yaez. Wenn er nicht an digitalen Marketingstrategien feilt, verfolgt er sein Lebensziel, jedes Land der Welt zu bereisen. Er hat in Singapur, Frankreich, Amerika und Südafrika gelebt und gearbeitet.

  • maziarworld

    Möglich ist ja bekanntlich alles. Ich habe immer Morgens meine Lieblingszeitung online gelesen. Seit einiger Zeit wurden manche Bereiche nur gegen Bezahlung geöffnet. Danach haben sie das Nachsehen. Ich habe meine Lieblingszeitung gewechselt:-)
    Die Verbraucher entscheiden darüber, wer das alles bezahlt!
    Wie war es; wer kann das bezahlen, wer hat soviel Geld …

    Frohe Weihnachten
    http://maziarworld.wordpress.com