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Wrap-Up der Tech-Hardware 2017

Falk Ebert  3. Januar 2018  2 Kommentare  4 Minuten zu lesen  Technologie

Nach langer Pause wegen Masterarbeit melden wir uns für 2018 zurück! In Zukunft wird es wieder Artikel geben. Und zwar immer am ersten Montag des Monats.

Heute im Fokus: Was ist aus den wichtigsten Technik-Themen 2017 geworden? Ein persönlicher Erlebnisbericht und ein unfundierter Ausblick.

1. Wearables

Seit über einem Jahr trage ich jetzt eine Motorola 360 der 2. Generation am Arm. An jedem einzelnen Arbeitstag – und ich möchte sie nicht mehr missen. Haupt-Einsatzzweck: Push-Nachrichten lesen und wegwischen. Haupt-Voraussetzung vor dem Kauf: Restriktiver Umgang mit Push-Nachrichten.

Für das kommende Jahr erwarte ich in dem Bereich keine großen Sprünge, weder bei der Technologie, noch bei der Verbreitung. Aus dem weiter gefassten Wearable-Begriff (z.B. Ansteckkameras, Smart Glasses und Smart Wear) ist bislang nichts geworden. Ich erwarte da auch in 2018 keinen Durchbruch.

2. Smart Speaker

Bei uns zuhause steht eine Alexa, die auf das Codewort „Computer“ hört. Es ist erstaunlich, wie genau sie die einzelnen Wörter versteht. Und es ist erstaunlich, wie schlecht sie unsere Intention versteht, wenn man von kurzen prägnanten Standard-Phrasen abweicht. Wir nutzen Alexa mehrfach täglich, aber beschränkt auf eine Hand voll Einsatzzwecke: Licht, Timer, Musikwiedergabe.

Das kommende Jahr wird extrem spannend, was den Kampf der Ökosysteme angeht. Amazon hat bei der Verbreitung und bei den Drittanwendungen die Nase vorn, Google bei den persönlichen Nutzerdaten. Obwohl Alexa aktuell die Schlagzeilen dominiert, würde ich langfristig eher auf Google und Apple setzen.

3. Connected Car

Bei den Autos bin ich wahnsinnig enttäuscht, was ich von den großen Herstellern letztes Jahr gesehen habe. Es hat einen Grund, dass die Mehrzahl der Autofahrer zum Navigieren ihr Smartphone vor das eingebaute System des Autos legt: Die Industry Incumbents sind weit davon entfernt, ein User Experience zu bieten, dass auch nur annähernd den Ansprüchen eines modernen Smartphone-Besitzers gerecht wird.

Das fürchterliche Gefummel mit den hässlichen Interfaces der Autos wird zur zentralen Herausforderung für große Automobilhersteller. Und ich habe wenig Hoffnung.

4. Smart Home

Letztes Jahr ging es vorsichtig los mit den cleveren Glühbirnen und Heizungen im Freundeskreis. Nicht jede Glühbirne und jedes Gerät im Haushalt muss smart sein. Und doch möchte ich zumindest die Sachen, die wir jetzt schon verbaut haben, nicht mehr gegen nicht-verbundene Geräte eintauschen.

2018 werden wir starkes Wachstum und neue Kategorien sehen. Auch solche, an die wir heute noch gar nicht denken.

5. Virtual Reality

Letztes Jahr war der Moment, an dem VR beweisen konnte, dass es fit für den Massenmarkt ist. Oculus Rift und HTC Vive haben sich von den pixeligen Development-Kits zu immersiven und angenehmen Erlebnissen gewandelt. „Superhot VR“ war für mich der Moment, an dem es so weit war. Drei Punkte haben jedoch den Markt hinter den Erwartungen zurückliegen lassen: Der hohe Preis, die sperrige Handhabung und das schlechte Angebot an Anwendungen.

Als Facebook im Jahr 2014 Oculus gekauft hatte, habe ich mich noch gefragt, was wohl ihre Strategie wäre, um VR mit den Kernkompetenzen der Firma zu verbinden. Heute weiß ich: Sie haben keine. Von daher erwarte ich zwar tolle VR-Spiele in den nächsten zwölf Monaten, jedoch keine größeren Fortschritte jenseits von Games und den klassischen VR Experiences. Hoffnung hab ich dagegen bei der Weiterentwicklung der Hardware. Wenn die Brillen ihre Kabel und die im Raum verteilten Sensoren abschütteln, sind wir schon einen großen Schritt weiter.

6. Quadrocopter

Quadrocopter bringen eine Räumlichkeit in die physische Welt, wie es sie vorher nicht gab. Noch sind Luftaufnahmen ungesehen und cool, schon bald gehören sie zum guten Ton bei Reise- und Sportvideos.

Im professionellen Einsatz haben wir 2017 unheimlich viele Prototypen gesehen, die bereit für den breiten Einsatz sind. Im privaten Einsatz erwarte ich stetiges Wachstum. Überraschungen sehe ich eher beim Einsatzzweck.

7. Domestic Robots

Zu guter Letzt die Roboter für zuhause. Unser erster Blechkollege ist der Staubsaugerroboter Neato D3. Wichtig war mir die Steuerung via Amazon Alexa und die Anzeige der durch den Roboter erstellten kognitiven Karten. Und ich bin unheimlich zufrieden damit.

Ich bin mir sicher, zum Ende des laufenden Jahres sehen wir nicht nur deutlich mehr autonome Staubsauger in privaten Haushalten, sondern auch neue Formen von Robotern: In der Pflege, zu Sicherheitszwecken und als dedizierter Haustier-Ersatz.

Petyr Baelish ist der Prototyp des Strategen

Falk Ebert  7. August 2017  Keine Kommentare  2 Minuten zu lesen  Strategie

Ein guter Stratege braucht viele Qualitäten. Eine davon ist es, alle Eventualitäten zu bedenken.

Richard Rumelt schreibt dazu in Good Strategy/Bad Strategy:

Under pressure to develop a way out of the difficulty, that first idea is a welcome relief. Thank goodness, here is something to hang on to! It feels much better to get oriented.

The problem is that there might be better ideas out there, just beyond the edge of our vision. But we accept early closure because letting go of a judgment is painful and disconcerting. To search for a new insight, one would have to put aside the comfort of being oriented and once again cast around in choppy waters for a new source of stability. There is the fear of coming up empty-handed. Plus, it is unnatural, even painful, to question our own ideas.

Thus, when we do come up with an idea, we tend to spend most of our effort justifying it rather than questioning it. That seems to be human nature, even in experienced executives. To put it simply, our minds dodge the painful work of questioning and letting go of our first early.

In der Welt von Game of Thrones gibt es keinen Rumelt. Dort gibt es Peter Baelish. Und der bringt es noch etwas poetischer auf den Punkt:

Don’t fight in the North or the South. Fight every battle everywhere, always, in your mind. Everyone is your enemy, everyone is your friend. Every possible series of events is happening all at once.

Live that way and nothing will surprise you. Everything that happens will be something that you’ve seen before.

10 Kabel

Falk Ebert  Keine Kommentare  2 Minuten zu lesen

Es gibt clevere technische Lösungen – und es gibt Voice Chat auf der Nintendo Switch. Wer im neuen Shooter Splatoon 2 mit Freunden sprechen möchte, benötigt dafür eine App. Und ein Kabel-Gewirr, das ich hier mal anskizziert habe: Sieht kompliziert aus, ist es auch. Dafür ist die App aber auch… richtig schlecht programmiert. Bei ausgeschaltetem Smartphone bricht […]

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Alle Jahre wieder… kommt der Hass auf Sky

Falk Ebert  5 Kommentare  2 Minuten zu lesen

Wie kann ich Game of Thrones legal schauen? Diese Frage stelle ich mir jedes Mal, wenn die neue Staffel erscheint. Die Serie ist gut. Ich bezahle dafür gerne. In Deutschland hat HBO die Rechte an Sky verkauft. Das war ein Fehler. Denn Sky ist so ziemlich der nutzerunfreundlichste Laden, den es im Medien-Business gibt. Alleine das […]

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Wie viel Zelda verträgt ein Skyrim?

Falk Ebert  Keine Kommentare  2 Minuten zu lesen

Jede Welt hat ihre Wahrheiten. Und jede Welt hat ihre eigenen Gefühle. In Hyrule, der Welt von Zelda, sind die Drachen klar fernöstlich geprägt. Sie sind ein Teil der Natur der Spielwelt. Ihr Auftauchen ist ein magischer Moment, begleitet von sanften Klängen. In Himmelsrand, der Welt von Skyrim haben wir dagegen den klassisch-westlichen Drachen. Wyvern-Form, […]

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„Gefährlich Gut“ Wrap-Up

Falk Ebert  2 Kommentare   eine Minute zu lesen

Einfach war es nicht. Aber es hat mich verändert. Im April hatte ich angekündigt, die nächsten 10 Artikel positiv zu schreiben. Kein Gemecker. Nur Dinge, die mich positiv überrascht haben. Meine Artikel waren: Loopy Firmen mit gutem Sign-On Digitalisierung beim Paris CDG Diversity in Overwatch Visual Recognition bei IBM Bill Wurtz bei YouTube Das Museum of […]

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Gefährlich Gut 10: Die neuen Realitäten

Falk Ebert  Keine Kommentare  2 Minuten zu lesen

Am Wochenende war ich auf Tatooine. Okay, ich war in Berlin für mein Master-Studium. Aber ich habe auch unter den zwei Sonnen des Wüstenplaneten ein Laserschwert geschwungen. VR vor dem Durchbruch Als ich 2015 über Google Cardboard geschrieben habe, war Virtual Reality noch in den Kinderschuhen. Mit Cardboard konnte ich mir sphärische Urlaubsbilder anschauen. Mit Oculus Rift […]

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Gefährlich Gut 9: Redesign über das Logo hinaus

Falk Ebert  1 Kommentar  2 Minuten zu lesen

Ist es schwerer einen einzelnen Menschen zu verändern, oder einen Konzern mit tausenden Mitarbeitern? Ich weiß es nicht, aber für Letzteres fällt mir zumindest ein Beispiel ein. Es war 2016 und ich wollte mir eine neue Tastatur kaufen. Am Ende ist es eine von Logitech geworden und ich habe es nicht bereut. Denn die Marke hatte […]

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Gefährlich Gut 8: Unmenschliche Bildwelten

Falk Ebert  Keine Kommentare  2 Minuten zu lesen

Als ich den Account zum ersten mal sah, bewunderte ich das visuelle Gespür des Menschen dahinter. Heute weiß ich, es ist kein Mensch. Ein Gesicht aus Polygonen, ein Highway von oben, ein schwarzer Raum aus Beton – die Bilder auf den Archillect-Accounts  sind vielfältig. Viele schwarz-weiß, manche mit matten Farben. Sie scheinen sich nicht einfach einordnen zu lassen. […]

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Gefährlich Gut 7: Fehlerschau

Falk Ebert  Keine Kommentare   eine Minute zu lesen

Inkrementelle Innovation ist planbar. Disruptive Innovation ist ein Risiko. Und dennoch reden wir immer nur von den Gewinnern, wenn wir über Disruption sprechen: Airbnb, Netflix, die Nintendo Wii. Wie sollen wir da von den Fehlern der Verlierer lernen? Wer spricht vom den Verlierern? Von der Colgate-Lasagne, von Blockbuster, vom N-Gage? Das Museum of Failure. Museum of Failure […]

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