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So, it seems I got staff picked

Christian Faller  23. Juli 2014  4 Kommentare   eine Minute zu lesen  Internet / Socialweb allgemein, Werbung mit und im Internet

Meine persönliche Website habe ich über about.me erstellt. Das geht super einfach, sieht super gut aus, lässt sich super flexibel anpassen und vor allem: bringt einem auch noch super Reichweite.

Immer mal wieder stößt jemand über die about.me Suche oder organische Google Suche (die Seiten sind gut SEO optimiert) auf mein Profil. Was mir aber letzte Woche passiert ist, war interessant.

Innerhalb weniger Stunden wurde meine komplexe Inbox überflutet.

Der Grund war schnell gefunden:

About.me Staff Pick

Durch eine Staffpick habe ich innerhalb von Sekunden enorme Reichweite erhalten. Die Flut hält noch heut an. Inzwischen sind hunderte E-Mails deswegen aufgelaufen und ich habe die Notifications umstellen müssen.

Ich kann about.me nach mehreren Jahren noch immer wärmstens empfehlen. Eine schlichte Website, die Limits in der Gestaltung setzt, ist wesentlich besser als eine perfekt angepasste Website, die aber nach zwei Monaten wieder veraltet ist, weil man zu faul ist, sich die Mühe zu machen.

Hin und wieder bekomme ich Anfragen für Experten-Interviews für akademische Arbeiten. Das ehrt mich, besonders weil ich es selbst ja erst zum Bachelor gebracht habe. Mühe gebe ich mir immer, dieses Mal aber besonders, weil ich das Thema spannend finde!

Deshalb habe ich den Autor der Arbeit, Alexej Tschumak, gefragt, ob ich meine Antworten auch den Gefahrgut-Lesern zur Verfügung stellen kann. Vielen Dank dafür, dass er kein Problem damit hatte.

Alexej: Welche Ziele können Sie sich vorstellen, die eine Galerie online verfolgen kann?

Falk: Die Digitalisierung ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass das Internet bei quasi jeder Zielsetzung einer Galerie einen Mehrwert bieten kann. Besonders spannend wird es für mich aber, wenn eine Galerie sich nicht mehr nur als “Ort zum Bilder aufhängen”, sondern als ein Knotenpunkt der Kunstszene begreift. Dann kann sie über digitale Kanäle die Künstler, sich selbst und das Thema Kunst generell ins Gespräch bringen – möglicherweise auch bei Leuten, die bisher wenig mit Kunst anfangen können. Die dadurch gewonnene Relevanz hilft enorm, wenn es später zum Beispiel darum geht, ein Publikum für konkrete Ausstellungen zu gewinnen.

Falls sie bereits Erfahrungen über Online-Aktivitäten von Galerien gemacht haben, welche waren das?

Grundsätzlich hatte ich bei meiner Arbeit mit Galerien und Kunstschulen in Deutschland den Eindruck, dass die Kunstszene etwas zögerlich auf neue Medien reagiert. Das muss nicht falsch sein. Beispiele aus dem Ausland zeigen jedoch ein großes Potential:

Nehmen wir zum Beispiel das relativ kleine Musée Jacquemart-André in Paris: Dort kann man mit dem bereitgestellten WLAN eine Smartphone-App herunter laden, die direkt im Museum als Audioguide und Nachschlagewerk verwendet werden kann. Da sehe ich auch Potential für earned media.

Oder das Nykytaiteen museo Kiasma in Helsinki: Die landläufige Einstellung zu zeitgenössischer Kunst – nämlich “das kann ich auch” – hat man dort als cleveren Insight genutzt. Auf einer Website konnte man eigene Bilder vorschlagen und bei Facebook darüber abstimmen lassen. Klassische Out-of-Home Medien mit Sprüchen aus dem Internet haben die Kampagne befeuert. Das Gewinnerbild wurde tatsächlich in der Galerie ausgestellt. Clever!

Aus Sicht einer Galerie: halten Sie es für besser sich auf eine Plattform im Internet zu konzentrieren oder auf mehreren Plattformen vertreten zu sein?

Die Website ist Pflicht, gepflegte Einträge bei geolokalen Diensten sind empfehlenswert, Social Media kann spannend sein. Damit ist ein singulärer Auftritt im Netz schon fast unmöglich.

Natürlich gilt auch für Galerien, dass kein Netzwerk zum Selbstzweck geführt werden sollte. Wenn über einen Kanal weder Feedback noch Traffic kommt, sollte man sich zügig davon verabschieden.

Welche Risiken/Gefahren können Ihrer Meinung nach bei Online-Aktivitäten von Galerien auftreten?

Hier denkt man klassischerweise zunächst an Reputationsschaden. Diese Gefahr wird jedoch generell überschätzt – sowohl in der Wahrscheinlichkeit, als auch in der Nachhaltigkeit des Schadens. Wer sich thematisch und prozessual auf Kritik einstellt, kann sie meistens gut abfangen. Galerien oder Künstler, die schon vor ihrer Online-Aktivität in der Kritik stehen, oder bewusst provozieren, sollten sich dessen von Anfang an bewusst sein.

Ein gefährlicheres Risiko ist etwas ganz anderes – verschwendete Zeit und Ressourcen. Wenn es keinen Zuständigen im Unternehmen gibt, der das Thema aus einem persönlichen Interesse heraus ernst nimmt, wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit scheitern. Spaß an der Sache hilft enorm.

Was brauchen Künstler Ihrer Meinung nach, um das Web optimal für sich zu nutzen?

Das tolle am Internet heute ist, dass man nicht technisch versiert sein muss, um es aktiv zu nutzen. Jeder kann einen Blog mit WordPress oder eine Website mit Squarespace erstellen und Inhalte über seine privaten Social Media Kanäle teilen. Ich kenne Künstler, die das eindrucksvoll vorleben: Work in Progress ihrer Werke bei Instagram, Einladungen zur Vernissage per Facebook, ehrliche Worte dazu im Blog.

Das Einzige, was dann noch ratsam ist, ist professionelle Unterstützung in Detailfragen einzuholen. Auch, wer alles selbst machen kann, sollte sich ab und zu von einem Experten auf die Finger schauen lassen, um nicht in rechtliche Stolperfallen zu treten.

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