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Obwohl beide dem selben Zweck dienen, könnten sie nicht unterschiedlicher sein: Memrise und Anki sind beides digitale Antworten auf Karteikarten-Lernen. Und dennoch sieht man schon auf den ersten Blick, dass hier zwei sehr unterschiedliche Philosophien am Werk sind.

Screenshot Anki:

Screenshot Anki

Screenshot Memrise:

Screenshot Memrise

Der Unterschied zwischen den beiden Apps demonstriert ziemlich gut einen Unterschied, den man bei Anwendungssoftware immer wieder findet.

Die Unterschiede

Software wie Anki wird in der Regel von wenigen Entwickeln gebaut. Oft unter Open Source Lizenz. Entweder sie sind kostenlos, spendenfinanziert, oder sie werden per Einmalzahlung erworben – Updates kostenlos.

Memrise entsteht in einem Startup mit 25 Mann. Es ist kostenlos gestartet, dann aber schnell in ein Abo-basiertes Freemium-Modell übergegangen.

Anki ist reich an sehr detaillierten Features, für die aber teilweise Zusatzmodule installiert werden und die sich auf den ersten Blick nicht erschließen. Die Software speichert Daten lokal. Für das Weiterlernen in der Web-App muss man sie aufwändig synchronisieren.

Memrise ist fokussiert und selbsterklärend. Wenige Features, dafür funktionieren die auch. Die Anmeldung erfolgt über Facebook-Login, die Daten liegen in der Cloud.

Und vielleicht der wichtigste Unterschied:

Anki sieht aus wie freie Software eben aussieht: Zweckmäßig, mit nicht besonders aufgeräumten User Interface.

Memrise ist durchdesigned. An manchen Stellen etwas zu bemüht und fancy. Aber immer mit dem durchschnittlichen Nutzer im Blick.

Es ist nicht A oder B

Man kann den Vergleich jetzt so lesen, dass Memrise die tolle, neue Software-Realität ist und Anki ein Überbleibsel aus dem Web 1.0. Doch das möchte ich gar nicht unbedingt sagen.

Ich glaube, dass beide Arten von Software ihre Daseinsberechtigung haben. Für die schnelle Lern-Session am Morgen nutze ich Memrise. Doch als ich neulich innerhalb einer Woche für zwei schwere Klausuren lernen musste, habe ich für den Not-Einsatz Anki gewählt. Unter anderem deshalb, weil es ohne zu murren offline funktioniert und ich lange Zeit in Nepal und im Flieger war.

Es gibt für fast jede Anwendung eine Memrise-artige Lösung und eine Anki-artige Lösung. Nur, wer sich die jeweiligen Stärken und Schwächen genau klar macht, kann die für sich beste Entscheidung treffen.

Als alter Nintendo-Fanboy habe ich euch ja schon bei vergangenen Nintendo-Konsolen mit endlosen Artikeln dazu zu Tode gelangweilt. Deshalb möchte ich heute nur auf einen Teilaspekt eingehen, der unter kommunikativen Gesichtspunkten spannend ist.

Für die, die so mittelmäßig Interesse haben, dennoch vorher noch mal die wichtigsten Fakten in Bulletpoints:

  • Die neue Konsole von Nintendo heißt Switch, kommt am 03.03.17 und kostet in 330 Euro.
  • Die Konsole kann man mitnehmen oder zuhause an den TV anschließen, die Controller sind abnehmbar.
  • 32 GB, Kein Region Lock, Laden über USB-C, Controller sind vollgestopft mit fancy Technik.
  • Zelda zum Launch. Mario, FIFA, Xenoblade, Mario Kart und sechs andere Titel angekündigt.
  • Ankündigung der Party-tauglichen Minispiele-Sammlung 1 2 Switch.

Die Keynote letzten Freitag war irgendwo zwischen japanisch-liebenswürdig und awkward. Kann man sich ansehen, muss man aber nicht. Ein Teil der Kommunikation der neuen Konsole hat mich aber doch begeistert: Die Vorstellung der Parental Controls.

Jugendschutz und Eltern-Themen sind irgendwie schwer. Man kann kaum drüber reden, ohne als Spielverderber dazustehen. Und man kann die Thematik kaum visualisieren, ohne in Stock-Video-artige Darstellungen von Familienleben zu verfallen. Glückliche Familien wirken sofort aufgesetzt, nervige Kinder will keiner sehen.

Nintendo hat das Problem wunderbar umgangen, indem sie ihre Charaktere Bowser und Bowser Jr. in die entsprechenden Rollen stecken. Und das macht die Vorstellung der Features so liebevoll, dass ich mir das Video jetzt zwei mal angesehen habe. Obwohl mich die Funktion an der Konsole – mangels Kindern – nicht weniger interessieren könnte.

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