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Hype-Release vs. Open Alpha

Falk Ebert  5. Dezember 2016  Keine Kommentare  2 Minuten zu lesen  Gefahrgut

So so, No Man’s Sky möchte also eine zweite Chance. Ich werde sie ihm geben. Aber wir müssen uns ernsthaft über Launch-Planung und Hypes Gedanken machen!

Wir erinnern uns: Das Open World Spiel begann als geheimes Nebenprojekt von Sean Murray. Das besondere am Spiel ist, dass die Planeten, die man anfliegen kann, von Algorithmen erfunden werden. Damit kann das Spiel ein Universum ermöglichen, dass gefühlt unendlich groß ist. Während der Entwicklung wurden Informationen zum Spiel zunächst sehr spärlich verteilt. Die Fans waren gespannt. Ordentlich Hype-Holz wurde dann schließlich von Sony nachgelegt, als sie es auf der E3 2014 in ihre Keynote mit aufgenommen haben.

Das Release war ein Desaster. Nicht, weil das Spiel besonders schlecht war – die Erwartungen waren einfach zu hoch.

Motherboard schrieb dazu:

Players thought they’d be able to explore an infinite universe filled with unique planets, but what they got is a procedurally generated game that feels more like 18 quintillion bowls of oatmeal.

Ganz im Gegensatz dazu steht das andere große Spiel, dessen Spielwelten rein über Algorithmen generiert werden: Minecraft.

Anders als No Man’s Sky war Minecraft von Anfang an zugänglich. Schon im frühen Alpha-Stadium konnte man damit spielen. Als das Spiel schließlich die Version 1.0 erreicht hat, blieb das Spektakel aus. Dafür hatte es sich bereits vier Millionen mal in der Alpha und 50 Millionen mal in der Beta verkauft.

Gefahrgut 2011:

Die Entwickler brauchen sich um die Finanzierung bis zum Gold Master keine Gedanken machen. Außerdem entsteht so automatisch eine anders nicht zu realisierende Masse an kostenlosen Beta-Testern, Mod-Entwicklern und Wiki-Schreibern.

Also jede Software am besten nach den ersten paar Zeilen auf den Markt werfen?

Ganz so einfach ist es nicht. Das klassische Geschäft mit AAA-Titeln läuft immer noch nach dem Muster Entwicklung – Hype – Release – DLCs. Der größte Teil des Geldes wird dabei an Tag 1 nach dem Release gemacht. Selbst, wenn das Spiel nicht gut ist, kann der Hype reichen, um die Entwicklungskosten zu decken. Auch, dank immer dreister werdender Vorverkaufs-Angebote.

Und dennoch sollte man sich zwei mal überlegen, ob die Minecraft-Methode nicht doch Sinn ergibt. Besonders dann, wenn man ein langfristiges Franchise mit geringer Finanzierung etablieren möchte. Und dann, wenn man sich sicher ist, ein im Kern funktionierendes, tolles Produkt zu entwickeln.

Gute Nachrichten für alle, die mit ihrem mobilen Vertrag unzufrieden sind. Ein neuer Prepaid-Vertrag bei der Telekom!


Ideal für Menschen, die komische Sonnenbrillen tragen, die im Jahr 2016 noch Prepaid-Verträge haben und die… wenig Zeit haben. 

Offensichtlich geht die Telekom davon aus, dass ihre Kunden nicht in der Lage sind, die Taschenrechner-Funktion ihres Handys zu benutzen. Denn tun sie das, wird besagten Kunden klar, was dort beworben wird. 750 Megabyte bei beworbenen 300 Mbit/s sind 20 Sekunden Internet. Danach gibt es Drosselung, oder, wie Sascha Lobo es postuliert hat, Offline.

Zum Glück braucht man ja nicht immer die volle Bandbreite. Beim YouTube schauen, zum Beispiel. Da reichen die 750 Megabyte mit vernünftiger Auflösung noch locker für 20 Minuten. Wenn man vorher keinen Podcast gehört hat. Da müsst ihr euch schon entscheiden.

Danke, Telekom.

Die Mindestanforderung an legale Content-Angebote

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War die „Kostenloskultur“ des Internets vielleicht nur eine Übergangsphase? Nicht nur bei mir persönlich merke ich, wie ich inzwischen immer mehr Geld für digitale Inhalte ausgebe. Auch die Angebote sprießen seit Jahren wie Pilze aus dem Boden: Das Kindle-Ökosystem, Netflix, Spotify, Paywalls bei großen Zeitungen, … Manchmal rechnen sich diese Angebote für die Inhalteanbieter, manchmal nicht. […]

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Zwei Gründe, warum ich Thermomix noch nicht so richtig ernst nehmen kann.

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Der Thermomix könnte ein digitales Vorzeigeprodukt aus Deutschland sein: Jahrzehntealte Küchengeräte, neu gedacht. Mit cleverer Verknüpfung von digitaler Kochbuch-Planung und internetfähiger Hardware. Aus einer Business-Perspektive ist es ein kostenpflichtiger digitaler Service-Ansatz in einem Markt, in dem die Hersteller vorher nur Geräte verkauft haben. Ist Wuppertal das wahre Silicon Valley Deutschlands? Aus meiner Sicht nicht ganz. Am Thermomix scheiden sich […]

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Warum die Enttäuschungen bei Pokémon GO leider keine Überraschungen waren.

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Nein, tot ist Pokémon GO noch nicht. Alleine während der Halloween-Phase hat das Spiel laut Forbes rund 23 Millionen Dollar Umsatz erwirtschaftet. In fünf Tagen, wohlgemerkt. Und doch war der Launch und das Ende des Hypes eine Geschichte mit einigen Enttäuschungen: Zuerst das Chaos um den nicht-globalen Launch. Dann die lange anhaltenden Serverprobleme. Dann das […]

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Die Verletzlichkeit im Digitalen

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Was wäre schlimmer: Wenn jemand in eure Wohnung einbricht oder wenn jemand in eure Cloud-Dienste einbricht? Vermutlich ist für viele der Einbruch zuhause das schlimmere Szenario. Dabei übersieht man jedoch leicht, wie verletzlich wir inzwischen auch im Digitalen sind: Die Fotos die ich vorzeigbar finde, habe ich ausgedruckt zuhause. Fotos, die keiner sehen soll, sind irgendwo […]

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Fünf echte Smartwatch-Usecases mit Bildern

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Seit knapp zwei Jahren verwende ich Smartwatches. Da ich oft gefragt werde, wofür ich die denn so verwende: Hier sind fünf Dinge, die ich fast täglich damit mache. Mit Bildern. Pushnachrichten wegwischen Das ist es, was eine Smartphone im Kern ist: Sie tackert dir deine Pushnachrichten an das Handgelenk. Wer also vorher schon von Pushnachrichten genervt […]

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Digitale Erleuchtung: Das bietet die Studie

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Verblendung – Verständnis – Erleuchtung – Postdigitalisierung. An großen Worten mangelt es der Trendstudie „Digitale Erleuchtung“ des Zukunftsinstituts nicht. Irgendwie erinnerte mich das an die Kritik, die unser Mafo-Prof uns im Bachelor-Studium mitgegeben hat. Die eindringliche Warnung damals: „Zu unwissenschaftlich. Zu viel Geschwurbel.“ Doch warum nicht einfach selbst eine Meinung bilden? Dank eines Rezensionsexemplares des […]

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Von den Freundschaften im Internet hin zum Internet in den Freundschaften

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Big Gelaber

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Ja, es gibt heute viele Daten. Und ja, es gibt Datenmengen, die auf Grund ihrer Größe (Volume), Geschwindigkeit (Velocity) und Breite (Variety) nicht mehr mit herkömmlichen Methoden zu verarbeiten sind. Und ja, es gibt Herangehensweisen wie Map Reduce, die sich dem Thema annehmen. Was es aber auch gibt, ist Big Gelaber. Und das ist noch größer als […]

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