Navigation

Die beste Smartwatch zum Laufen

Falk Ebert  27. Juli 2015  1 Kommentar  4 Minuten zu lesen  Technologie

Da ich nun schon ein paar Monate lang verschiedene Smartwatches getestet habe, kann ich inzwischen mit Sicherheit sagen, dass die Dinger kein kurzlebiger Trend und auch kein unnötiges Gadget sind – sie können wirklich einen Mehrwert bringen. Insbesondere deshalb, weil sie dem Träger zwanzig bis dreißig mal am Tag ersparen, sein Handy aus der Hosentasche zu ziehen.

Für viele Interessenten steht aber nicht die convenience, sondern ein anderer Aspekt im Vordergrund: Die Unterstützung beim Laufen.

Was taugen die Smartwatches für die sportliche Betätigung, insbesondere das Joggen? Ich habe mal alle Smartwatches, die mir bekannt sind und die ich qualitativ einschätzen kann auf diese Frage hin untersucht. Herausgekommen ist ein ernüchterndes Ergebnis. Wer das Ding wirklich zum Rennen verwenden möchte, hat keine besonders große Auswahl.

Die vier Kriterien

Zunächst mal muss es sich bei dem Gerät wirklich um eine Uhr in Uhr-Form handeln. Fitness-Bändern wie das Jawbone oder auch Geräte mit länglichen Display wie das Samsung Gear Fit sind zwar optimal für den Sport geeignet, jedoch hier nicht berücksichtigt.

Zweitens ist ein Pulsmesser Pflicht. Denn auf kein Feature kann man beim Training eher verzichten. Hier fliegt leider die neue Sony SmartWatch 3 aus dem Rennen. Schade, denn im Vergleich zum Vorgänger war sie beim Tragekomfort deutlich besser geeignet. Eine Moto360 hat zwar einen Pulsmesser, der versagt jedoch gerne mal bei hoher Belastung.

Drittens muss das Betriebssystem mit Apps erweiterbar sein. Denn ein Smart-Device ist nur so smart wie die Dienste, die darauf laufen. Und die Dienste gibt es eben nicht für jede beliebige Firmware. Uhren wie die BASIS, die ich bei meinem Vater testen konnte sind vielleicht tolle multifunktionale Pulsuhren – smart sind sie nicht.

Und zu guter letzt müssen sie mitschreiben können, auch wenn kein Smartphone in der Nähe ist. Hier fliegt zum Beispiel die alte Pebble aus dem Rennen, auch wenn sie in Sachen Gewicht, Robustheit und Wasserfestigkeit sonst super geeignet wäre.

Welche Uhr nun zum Laufen?

Unter Berücksichtigung dieser Kriterien sehe ich im Moment zwei Smartwatches.

Gerade so durchlassen würde ich die Apple Watch. Denn sie hat einen wirklich guten Pulsmesser. Und man kann seine Laufdaten (leider ohne GPS) auch ohne iPhone erfassen. Das Auswerten mit Apple Health funktioniert besser, als die meisten konkurrierenden Gesundheits-Ökosysteme, die die Konkurrenz so im Angebot haben.
Und ganz ehrlich, für die Apple-Jünger unter euch kommt doch wahrscheinlich eh nur dieses Ding in Frage. Von daher – holt sie euch eben, wenn ihr nicht auf die zweite Generation warten wollt.

Die Apple Smartwatch mit schwarzem Sportarmband

Aus dem Nicht-Apple-Kosmos kommt die tauglichste Uhr von einem Hersteller, den ich (bekanntlich) nicht besonders leiden kann. Aber die Samsung Gear S erfüllt die Anforderungen. Das Ding schreibt sogar euren GPS-Track mit, ohne dass ihr das Handy in der Hosentasche haben müsst. Runtastic wurde für das Gerät optimiert.
Die Nachteile: Das Gerät läuft auf „Tizen“ und nicht auf Android Wear. Die Firmware macht dabei nicht so richtig Spaß. Und sie redet eigentlich nur mit Samsung-Geräten. Typisch Samsung.

Samsung Gear S mit Pulsmesser fürs Laufen

Fazit

Wie ihr seht, macht keine „richtige“ Smartwatch das Läuferherz so richtig glücklich. Deshalb mein Tipp: Jetzt noch nicht auf die eierlegende Wollmilchsau setzen und die Smartwatch unabhängig vom Laufen kaufen, wenn Interesse besteht. Die alte Pebble (eine Woche Akku) und die Moto 360 (super schick) sind hier meine Favoriten.

Für das Laufen würde ich eher ein Fitnessarmband zusätzlich zum Smartphone kaufen, mit einem klassischen Pulsmesser auf den gesunden Pulsbereich achten, oder einfach gleich ganz auf das Geraffel verzichten. Mit einem Fitbit ist man meiner Meinung nach super für das wöchentliche Auspowern ausgestattet.

FitBit mit Pulsmesser

Vielleicht sind die nächsten Generationen der Smartwatches so weit, auch den Laufsport adäquat zu unterstützen. Aktuell können wir auf das Smartphone am Arm oder in der Jogginghose aber noch nicht verzichten.

Stellt euch vor, ihr seid das erste Mal in Essen. Ihr lauft aus dem Hauptbahnhof raus und überquert eine Straße. Ihr richtet den Blick nach oben und seht dort ein großes Plakat über der Fußgängerzone hängen. Das Plakat teilt euch in großen Lettern mit, das Essen gewaltfrei ist.

Was denkt ihr jetzt?

  1. Schön, dass die Stadt gewaltfrei ist!
  2. Es gibt ja auch wirklich genug nicht-gewaltfreie Städte in Deutschland!
  3. Zurück in den Bahnhof. Nichts wie weg hier!!

Von den tausend Wegen zu sagen, dass eine Stadt gewaltfrei ist, ist der wohl schlechteste Weg, ein Plakat aufzuhängen, das sagt, dass die Stadt gewaltfrei ist.

Im Rahmen einer Demo gegen Hooligans macht das Sinn (hier der Hintergrund). Aber warum ist keiner auf die Idee gekommen, das danach abzunehmen?

Wenn Kommunikation einfach wäre, würde sie Quantenphysik heißen.

Noch ein Beispiel? Gerne: Das UKE sammelt Spenden für den Bau der neuen Kinderklinik. Für die Kampagne hat man sich etwas ganz besonderes ausgedacht.

Auf den Plakaten wünschen sich Kinder, wie das neue UKE aussehen soll. Darunter Ideen wie „Fußballtore im OP“ oder „Ponyreiten in der Notaufnahme“.

„Diese Wünsche bleiben auch im neuen Kinder-UKE nur Träume“, erklärt Dr. Rainer Süßenguth, der die Kampagne ins Leben gerufen hat. Der Grundgedanke: Hamburger sollen spenden und können so am Kinderklinikum „mitbauen“.

Die zur Kampagne gehörenden Plakate und Edgar-Cards sagen wörtlich:

Dieser Wunsch bleibt ein Traum: Ponyreiten in der Notaufnahme

Punkt. Aus. Keine Auflösung. Kein Versuch, das Ruder noch rumzureißen. Kinder haben eine tolle Phantasie und spannende Träume. Aber sie haben Pech gehabt. Nix gibt’s.

Wir drücken dem UKE natürlich trotzdem die Daumen…

Doch nicht nur Spendenkampagnen, auch knallharte Verkoofe kann mal richtig daneben liegen. Habt ihr auch dieses Plakat mit Palina gesehen, das gerade überall hängt? Ist hängengeblieben, was das eigentlich soll? Bei mir auch nicht.

Kein Wunder. Zählt mal nach, wie viele verschiedene Marken darauf abgebildet sind. Ich bin auf sieben gekommen. Kann man das verarbeiten, wenn man beim Daddeln am Bahnsteig mal kurz über das Smartphone schielt?

Und deshalb bin ich dankbar für meine Zeit bei Scholz & Friends, auch wenn ich dort nicht mehr arbeite. Denn das ist es, was ich dort verinnerlicht habe:

Über Kommunikation muss man nachdenken.

Hinter all der Fassade aus kurzlebigen Buzzwords, lebensfrohen Kreativen und lebensbedrohlichen Parties, ist es genau das, was eine klassische Agentur auszeichnet. Dort sind Menschen, die sehr präzise darüber nachdenken können, wie man etwas sagt.

Warum ich Generalist bin

Christian Faller  1 Kommentar  2 Minuten zu lesen

Ja, coden macht mir Spaß, auch wenn ich nicht besonders gut darin bin. Aber es gibt noch einen anderen Grund, warum ich mir Wochenenden voller Code Tutorials um die Ohren schlage: Web Development Skills werden ein wertvolles Asset in meiner Rolle als Geschäftsführer sein, wenn ich sie verinnerlicht habe. Wir haben in unserer Agentur eine Vielzahl an Mitarbeitern, die […]

Lesen …

Der größte Bremsklotz in Deutschland

Falk Ebert  4 Kommentare  3 Minuten zu lesen

Letzte Woche im ICE von Hamburg nach Oberhausen saß ein Mann (Mitte 40, Anzug und Krawatte) neben mir am Vierertisch. Er wollte offensichtlich eine VPN-Verbindung herstellen und dann eine zip-Datei herunterladen. Nach vierzig Minuten hat er genervt aufgegeben. Eine Wirtschaft kann immer nur so gut sein wie ihre Infrastruktur. Im Informationszeitalter: Digitale Infrastruktur. Und hier lässt Deutschland sich gerade wissentlich […]

Lesen …

Mashable ist die Gala für Digital Natives

Christian Faller  5 Kommentare  2 Minuten zu lesen

Was zur Hölle ist eigentlich aus Mashable geworden? Über die letzen zwei Jahre hinweg nahm mein Konsum der Seite immer mehr ab, bis ich mich vor ein paar Tagen auf der Website wiederfand und mir ersthaft die Frage stellte, was für einen Schund ich da gerade lese. Was früher das führende Portal für Digital News […]

Lesen …

Von Pornhub lernen

Falk Ebert  2 Kommentare  2 Minuten zu lesen

Es irritiert mich immer wieder, mit welcher Selbstverständlichkeit große Marketingbudgets auf Werbemittel verteilt werden, von denen wir wissen, dass sie verdammt ineffizient sind – einfach nur, weil ihre Ineffizienz zumindest vorhersagbar ist. Abhilfe verspricht das 70/20/10-Modell der Mediaplanung, bei dem 20 Prozent des Budgets auf weniger etablierte Kanäle und Maßnahmen verwettet wird und 10 Prozent für wirklich experimentelle […]

Lesen …

Eine einzige gute Angewohnheit. Nur eine einzige!

Christian Faller  Keine Kommentare  2 Minuten zu lesen

Das Problem am Produktivsein ist, dass man es zu hart probiert. Es gibt zigtausend Tipps und Tools und Ratgeber, die einem alle das Handwerkszeug geben, um richtig zu rocken. Aber es passiert einfach trotzdem nicht. Ich selbst habe auch schon zahlreiche Bücher zu dem Thema gewälzt. Nicht, weil ich damit ein großes Problem hätte, sondern […]

Lesen …

Der wichtigste Lifehack für jeden Smartphone-Nutzer

Falk Ebert  2 Kommentare  2 Minuten zu lesen

Wie viel Zeit verdaddelt ihr täglich mit 9gag, Clash of Clans oder dem Facebook Newsfeed? Falls die Antwort auf diese Frage nicht „null“ ist, habe ich einen einfachen, aber wirkungsvollen Lifehack für euch. Ausgangspunkt ist die Erkenntnis von letzter Woche: Millisekunden entscheiden über eure digitalen Gewohnheiten. Was zu tun ist Teilt alle Apps in vier […]

Lesen …

So funktioniert der Umstieg auf die Dvorak Tastatur

Christian Faller  9 Kommentare  8 Minuten zu lesen

Vor einigen Jahren bin ich zum ersten Mal über einen Hinweis auf ein anderes Tastatur Layout gestoßen: Dvorak. Nein nicht nach dem begnadeten böhmischen Komponisten Antonín Dvořák benannt, sondern nach dem amerikanisches Professor August Dvorak. Was ist Dvorak? Als ich davon hörte, staunte ich nicht schlecht: Dvorak ist eine Alternative zur QWERTY (oder QWERTZ) Tastatur, […]

Lesen …

Willkommen im Millisekunden-Zeitalter

Falk Ebert  2 Kommentare   eine Minute zu lesen

Aus Interesse habe ich mir die kabellose Ladestation für das S6 bei Amazon gekauft. Eigentlich schwachsinnig. Denn wie faul kann man denn sein – habe ich nicht mal mehr Zeit, mein Handy zum Laden einzustecken? Tatsächlich hat sich aber mein Handy-Ladeverhalten damit komplett geändert. Dadurch, dass ich es quasi nur auf den Tisch legen muss, […]

Lesen …