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Mein Wunschzettel an Dorothee Bär

Falk Ebert  2. April 2018  Keine Kommentare  2 Minuten zu lesen  Internet und Social Web

Deutschland hat jetzt eine Digitalministerin. Naja, eigentlich eine „Staatsministerin für Digitalisierung“. Die hat kein Ministerium, aber zumindest mal einen Twitter- und Instagram-Account. Kein Aprilscherz, auch, wenn es danach klingt.

Dennoch sage ich: Geben wir ihr eine Chance.

Hier wäre mein ganz persönlicher digitalpolitischer Wunschzettel:

  • Leistungsschutzrecht und Depublikationspflicht schnellstmöglich wieder abschaffen.
  • Das Urheberrecht auf einen Stand bringen, der die alltägliche Mediennutzung von Digital Natives entkriminalisiert.
  • Gesetzliche Verankerung echter Netzneutralität und konsequente Ablehnung von Extrawurst-Diensten wie StreamOn.
  • So was wie die DE-Mail oder das digitale Anwaltspostfach noch mal, nur dieses mal nicht als komplettes fucking Desaster.
  • Zeitgemäße Schulen mit WiFi, BYOD und Prozessen für Lehrpläne, die mit der Realität außerhalb der Schulen mithalten.
  • Verbraucherschutz als Antwort auf die Probleme von IoT im Privatgebrauch.
  • Bessere rechtliche Standards bei Themen wie dem autonomem Fahren, Drohnen, Digitales Erbe und den DSGVO-Bestimmungen.
  • Open Access als Standard an allen staatlichen Universitäten.
  • Schutz der Zivilbevölkerung gegen massenhaftes Abschnorcheln von in- und ausländischen Geheimdiensten.
  • Ein Bundestag, der nicht alle paar Monate gehackt wird und überhaupt bessere Gesetze zur IT-Sicherheit.

Und ja, Deutschland könnte im Ländervergleich auch mal wieder ein paar Ränge bei der Breitbandversorgung und den Kosten für brauchbares mobiles Internet nach oben klettern. Vielleicht in die Nähe der Top10? Man darf ja träumen.

Das Problem ist, ich glaube nicht mehr so richtig dran. Und dennoch: Geben wir ihr eine Chance.

Gute Hardware + Schlechte Software = Schlechtes Experience

Falk Ebert  5. März 2018  Keine Kommentare  3 Minuten zu lesen  Strategie

Wer haptische Komponenten mit guter Software verbindet, erschafft Magie. Wenn aber einer der beiden Bausteine nicht gut ist, ist das ganze Produkt für die Tonne.

Mein Staubsaugroboter ist ein positives Beispiel. Auf der Hardware-Seite ist er solide verarbeitet, hat eine gute Saugleistung, ausreichend Sensoren und einen großen Tank. Software-seitig überzeugt er mit einer modernen Smartphone-App, mit einem Alexa-Skill und mit guter Online-Dokumentation.  Man merkt, dass Profis die Anwendungen entwickelt haben.

Solche Treffer sind allerdings aus meiner Sicht die Ausnahme. Meistens scheitert die Verquickung von Hard- und Software. In der Regel ist es dabei die Software-Seite, die das User Experience zerstört. Denn Firmen, deren Wertschöpfung vor allem in der haptischen Produktion liegt, tun sich naturgemäß wahnsinnig schwer damit, akzeptable Software-Produkte zu erstellen.

Fallbeispiel 1: Familienspiel „Scotland Yard Master“

Das Brettspiel Scotland Yard gibt es seit 1983. Genau 30 Jahre später hat Ravensburger eine Version mit „Augmented Reality“-App auf den Markt gebracht:

Die Jagd nach Mister X durch die Straßen Londons erreicht eine neue Dimension: Die kostenlose App, die auch das Spiel erklärt, macht das Smartphone oder Tablet der Detektive zur Schaltzentrale: Mit zeitgemäßen Fahndungsmethoden wie Handy-Ortung sind sie Mister X auf dem Spielplan dicht auf den Fersen.

Die App war bei uns im Test ein Desaster. Das Augmented Reality Tracking hat nicht richtig funktioniert. Und so waren wir die meiste Zeit damit beschäftigt, uns beim Tracking mit dem iPad über den Tisch zu beugen. Vom grundsätzlich schlechten App-Design will ich gar nicht erst anfangen. Spielspaß gleich Null.

Fallbeispiel 2: SAP Data Kitchen

Die SAP Data Kitchen ist ein Vorzeigeprojekt von SAP. Die Idee: Essen vorbestellen, fertig aus der Schublade nehmen, per App zahlen und losfuttern.

Der digitalisierte Automat! Slow food fast – frisch zubereitete und sorgfältig kreierte Gerichte zum Frühstück und Mittagessen!

Wenn es funktioniert ist das ein wirklich tolles Projekt. Bei Kollegen von mir hat es nicht funktioniert. Als sie die Data Kitchen testen wollten, hat die Zahlung über Paypal nicht funktioniert. Der Hintergrund ist, wie ich es verstanden habe, eine Kette aus bürokratischen und politisch motivierten Entscheidungen, die dazu führen, dass Paypal – die bevorzugte Zahlungsmethode – im vor Ort bereitgestellten WLAN nicht funktioniert.

Fallbeispiel 3: iKettle

Man kann darüber streiten, ob Wasserkocher mit dem Internet verbunden sein müssen. Und man kann darüber streiten, ob die iNomenklatur noch zeitgemäß ist. Die Firma Smarter scheint beide Fragen für sich mit ja zu beantworten.

Remote boil from anywhere. Use the Smarter app to control your iKettle from wherever you are. Available on iOS and Android.

Dumm nur, dass auch hier die Smartphone-App wieder die Achillesferse ist. In den Amazon-Bewertungen kommt sie überhaupt nicht gut weg. Und auch abgesehen davon scheint die Konnektivität noch nicht richtig zu funktionieren. Mein Highlight: Der Golem-Artikel mit dem Titel Mann kämpft elf Stunden gegen smarten Wasserkocher.

Dann lieber doof.

Warum ich gegen Digitalisierungsprojekte bin

Falk Ebert  2 Kommentare  2 Minuten zu lesen

Die übliche Perspektive auf Digitalisierung ist folgende: Die Welt hat sich total gewandelt, wegen Internet und so. Die Firmen haben das aus irgendeinem Grund verschlafen. Deshalb muss jetzt mit Beraterfirmen ein Digitalisierungsprojekt angestoßen werden. Klingt logisch, oder? Und alle profitieren davon. Die Berater, die diese Digitalisierungsprojekte verkaufen. Die Manager, die sich damit profilieren. Und die […]

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Wrap-Up der Tech-Hardware 2017

Falk Ebert  2 Kommentare  4 Minuten zu lesen

Nach langer Pause wegen Masterarbeit melden wir uns für 2018 zurück! In Zukunft wird es wieder Artikel geben. Und zwar immer am ersten Montag des Monats. Heute im Fokus: Was ist aus den wichtigsten Technik-Themen 2017 geworden? Ein persönlicher Erlebnisbericht und ein unfundierter Ausblick. 1. Wearables Seit über einem Jahr trage ich jetzt eine Motorola […]

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Petyr Baelish ist der Prototyp des Strategen

Falk Ebert  Keine Kommentare  2 Minuten zu lesen

Ein guter Stratege braucht viele Qualitäten. Eine davon ist es, alle Eventualitäten zu bedenken. Richard Rumelt schreibt dazu in Good Strategy/Bad Strategy: Under pressure to develop a way out of the difficulty, that first idea is a welcome relief. Thank goodness, here is something to hang on to! It feels much better to get oriented. […]

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10 Kabel

Falk Ebert  Keine Kommentare  2 Minuten zu lesen

Es gibt clevere technische Lösungen – und es gibt Voice Chat auf der Nintendo Switch. Wer im neuen Shooter Splatoon 2 mit Freunden sprechen möchte, benötigt dafür eine App. Und ein Kabel-Gewirr, das ich hier mal anskizziert habe: Sieht kompliziert aus, ist es auch. Dafür ist die App aber auch… richtig schlecht programmiert. Bei ausgeschaltetem Smartphone bricht […]

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Alle Jahre wieder… kommt der Hass auf Sky

Falk Ebert  5 Kommentare  2 Minuten zu lesen

Wie kann ich Game of Thrones legal schauen? Diese Frage stelle ich mir jedes Mal, wenn die neue Staffel erscheint. Die Serie ist gut. Ich bezahle dafür gerne. In Deutschland hat HBO die Rechte an Sky verkauft. Das war ein Fehler. Denn Sky ist so ziemlich der nutzerunfreundlichste Laden, den es im Medien-Business gibt. Alleine das […]

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Wie viel Zelda verträgt ein Skyrim?

Falk Ebert  Keine Kommentare  2 Minuten zu lesen

Jede Welt hat ihre Wahrheiten. Und jede Welt hat ihre eigenen Gefühle. In Hyrule, der Welt von Zelda, sind die Drachen klar fernöstlich geprägt. Sie sind ein Teil der Natur der Spielwelt. Ihr Auftauchen ist ein magischer Moment, begleitet von sanften Klängen. In Himmelsrand, der Welt von Skyrim haben wir dagegen den klassisch-westlichen Drachen. Wyvern-Form, […]

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„Gefährlich Gut“ Wrap-Up

Falk Ebert  2 Kommentare   eine Minute zu lesen

Einfach war es nicht. Aber es hat mich verändert. Im April hatte ich angekündigt, die nächsten 10 Artikel positiv zu schreiben. Kein Gemecker. Nur Dinge, die mich positiv überrascht haben. Meine Artikel waren: Loopy Firmen mit gutem Sign-On Digitalisierung beim Paris CDG Diversity in Overwatch Visual Recognition bei IBM Bill Wurtz bei YouTube Das Museum of […]

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Gefährlich Gut 10: Die neuen Realitäten

Falk Ebert  Keine Kommentare  2 Minuten zu lesen

Am Wochenende war ich auf Tatooine. Okay, ich war in Berlin für mein Master-Studium. Aber ich habe auch unter den zwei Sonnen des Wüstenplaneten ein Laserschwert geschwungen. VR vor dem Durchbruch Als ich 2015 über Google Cardboard geschrieben habe, war Virtual Reality noch in den Kinderschuhen. Mit Cardboard konnte ich mir sphärische Urlaubsbilder anschauen. Mit Oculus Rift […]

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