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Smart Cities und Big Data – eine potente Mischung

Christian Faller  29. Oktober 2014  Keine Kommentare  2 Minuten zu lesen  Technologie

Big Data. Ein Buzzword, das auch auf unserem Blog schon gefallen ist und in diesem Kontext auch erklärt wurde.

Aber wie big, kann Big Data eigentlich werden? Und was sind prominente Beispiele?

In meinem ehemaligen Wohnort Chicago, wird das nun auf die Probe gestellt. Chicago soll eine Vorreiterrolle als Smart City einnehmen.

Damit hat sich die drittgrößte Stadt der USA keine kleine Aufgabe vorgenommen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Mit über zwei Millionen Bürgern, die erfasst werden könnten, sollen Muster erkannt werden, die dabei helfen:

  • Den Verkehrsfluss zu optimieren
  • Elektrizitätsbedarf frühzeitig zu erkennen und Spitzen besser abzudecken
  • Kriminelle Aktivitäten wir Autodiebstahl zu überwachen
  • Öffentlichen Verkehr besser zu planen

Nun schreien viele wieder ganz Laut “Überwachungsstaat”. Dazu möchte ich gar nicht viel sagen. Einen interessanten Ansatz zur Beantwortung dieser Frage findet ihr in diesem Artikel am Ende.

Ich möchte stattdessen einen besonderen Aspekt des Chicago Experiments hervorheben: Alles ist Open Source. Das bedeutet, die Daten sind frei zugänglich und von jedem einseh- und nutzbar.

Das bedeutet freilich nicht, dass jeder sehen kann, wieviele Leute am Sonntag Nachmittag auf der State Street unterwegs waren. Es bedeutet aber, dass ein Statistik-Experte das sehen kann. Daten sind ohne fachmännische Aufbereitung nämlich auch nur das: Daten.

Die Vielfalt an Möglichkeiten, die das Open Source Modell aber eröffnet ist groß. Ein bisher völlig unangetastetes aber immens großes und wichtiges Feld unserer Gesellschaft rückt somit in den Mittelpunkt des aktuellen Big Data Hypes. Ich für meinen Teil bin entzückt und kann es kaum erwarten, was für Projekte daraus entstehen.

Smart TVs sind ja vieles, nur nicht smart. Ihr erinnert euch vielleicht. Deshalb habe ich mir zu meinem neuen Samsung gleich ein Chromecast gekauft. Macht Spaß, ist durchdacht. Super.

Was mir jetzt nur noch zum Glück gefehlt hätte: Eine Fernbedienungs-App. Dann könnte ich den TV komplett von meinem Nexus 4 aus steuern und müsste nie wieder einen dieser unbedienbaren Knochen in die Hand nehmen.

Also einfach mal die App von Samsung auf mein Smartphone gezogen.

Einfach? Nope.

Erst mal finden. Denn was bei Google und in den Stores besser ranked ist dieser Marketing-Quatsch. Zitat aus dem Store:

Frechheit 40mb, und stellt ausschließlich einen link zu einer Samsung APP, die ihrerseits nur Werbung für Samsung TVs ist

Also weitergesucht. Nach vielen von Samsung gebauten Sackgassen (alte Versionen, komische Webseiten, …) dann das hier gefunden: Die Samsung Smart View 2.0. Die braucht man nämlich für die neueren TVs. Warum man da eine neue App released und nicht einfach die alte weiterentwickelt steht in den Sternen. Also schnell auf das Gerät damit.

Nope. Nix gibt’s.

Supported Devices:

Galaxy S3 / S4 / S5
Galaxy Note2 / Note3
Galaxy Note 8″ / 10.1″ / 10.1″(2014 Edition)
Galaxy Tab2 7″ / 10.1″
Galaxy Tab3 8″

Profis erkennen da ein Muster: Von über 10.000 verschiedenen Android-Geräten werden nur Samsung-Smartphones und -Tablets unterstützt.

Hey ihr Vollprofis! Wenn ich ein geschlossenes System will, das mich zwingt, bei einem einzigen Hersteller einzukaufen, dann kaufe ich Apple!

Und selbst iTunes gibt es inzwischen für PC… Überhaupt ist die Rechtfertigung für den Apple-“Walled Garden” ja immer, dass das wenigstens alles funktioniert. Tut es natürlich nicht. Tut es aber bei Samsung auch nicht.

Leicht zähneknirschend habe ich mir nämlich die App dann auf mein iPad gezogen. Ich bin ja in beiden Welten unterwegs, kein Ding. Und was soll ich sagen:

Das Drecksding funktioniert nicht mal. Version 1.0 will ein Upgrade, Version 2.0 findet den TV nicht.

Support kann nicht helfen. Naja.

Auch DAS würde ich noch verschmerzen können. Denn immerhin leben wir im 21. Jahrhundert. Im Zeitalter der offenen Schnittstellen und 3rd Party Entwickler. Und es gibt unheimlich viele Freizeit-Coder und semiprofessionelle Anbieter, die Remote-Apps für alle gängigen “Smart” TVs auf dem Markt haben.

Und wieder ein Schlag in’s Gesicht: Nope.

Den Grund dafür habe ich im Beschreibungstext von einer der renommiertesten Fernbedienungs-Apps gefunden.

Achtung: Die neue H Serie wird zur Zeit noch nicht unterstützt! Samung hat die Kommunikation geändert und verschlüsselt. Zusätzlich dazu gibt es seitens Samsung weder Informationen noch jegliche Art von unterstützung.
Ich habe diesbezüglich Samsung ohne Erfolg kontaktiert. Es scheint, als würde Samsung keine 3rd party Apps für Ihre TVs wollen. Sorry.

Danke, Samsung. Danke!

Zu doof und zu stolz um ein gutes eigenes Produkt auf den Markt zu bringen, dann aber nicht mal Hobby-Entwicklern die Chance bieten.

Mein nächstes Smartphone wird auf jeden Fall ein Samsung Galaxy.

Nicht.

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